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Ich praktiziere seid 2009 von ganzem Herzen als Gestalttherapeut selbständig in freier Praxis im Prenzlauer Berg und bin überzeugt von der Wirkung von Gestalt,  deren Haltung mich seit der ersten Begegnung mit ihr fasziniert und nicht mehr losgelassen hat. Meine Absicht ist es diese Faszination weiterzugeben und meine Kreativität, meinen Humor und letztlich die Liebe und Inituition meines Herzens einzusetzen um Menschen mit sich selbst und Anderen immer tiefer zu verbinden. Gemeinsam hineinzuwachsen, in eine Welt von ganzheitlicher Erfahrung, in der ab einer gewissen Tiefe und Echtheit von Kontakt, Schüler und Lehrer, sowie Klient und Therapeut oft nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind, und Wachstum durch gemeinsames Lernen stattfindet.

André Tack 

 

 Am tiefsten beeinflusst, bin ich durch meine Lehrer, Nessim  und Bärbel Behar-Kremer (TIB), und deren herzvoller Verwebung von Gestalttherapie mit tiefenpsychologischem Hintergrund, bodenständig gelebter Spiritualität und modernen traumaorientierten Ansätzen. Ebenso von Claudio Naranjo und seiner Vermittlung von Enneagramm-Kenntnissen und seinem Verständnis von ganzheitlicher Entwicklung. Sowie von  Leonard Shaw´s Gestaltarbeit, die er "Liebe und Vergebung" nennt, und seiner Arbeit mit dem inneren Kind. 

...und natürlich von meinem Sohn Jarmo und meiner Tochter Emmi, die im November 2015 und Juni 2018 geboren sind , die lächeln, wenn sie sehen, dass ich sie sehe...

 

 
Aus- und Weiterbildungen: 

  • 4 jährige Ausbildung in Musiktherapie m. Nebenfächern Tanztherapie, Kunsttherapie u. Dramatherapie (Sittard, NL) Dipl. Abschluß 2001                                                 
  • Training GIM Level I (Guided Imagery Music- "Musikgeleitete Imaginiationstherapie") Frances Goldberg (CA) 2002
  • Vipassana Meditations-Retreat in buddhistischem Kloster Wat Suan Mokkh, Thailand 2003
  • Sprituelle und therapeutische Ausbildung unter Leitung eines tibetischen Meditationsmeisters zum   Gestaltberater am TIB, Abschluß 2007
  • Fachärztlich geleitete 4 jährige psychotherapeutische Ausbildung zum "integrativen  Gestalttherapeuten" am Therapeutischen Institut Berlin (Bärbel u. Nessim Behar-Kremer)
  • Innerhalb dieser Ausbildung Intensivseminare in Tod und Sterben, Familienprozeß, Mann/Frau Prozeß, Körperpsychotherapie und Traumaarbeit nach Levine (Somatic Experiencing) , Familienaufstellung, gestalttherapeutische Traumarbeit, Sexualität, Bioenergetik
  • Weiterbildung in Hypnotherapie in Berlin (IEK, 2009)
  • Heilpraktiker (für Psychotherapie)
  • Langjährige psychotherapeutische u. musiktherapeutische Erfahrung
    (2001-2008)  in Psychosomatik (akadem. Lehrkrankenhaus d. Charite´) sowie stationärer und teilstationärer Psychiatrie   
  • seit 2008 Lehrtherapeut und Dozent für Musik- und Gestalttherapie am Institut für Entspannungstechniken und Kommunikation

  • Internationale Fortbildung: SAT " Das Enneagramm als Schlüssel zum eigenen Potenzial"  (2010 cond.by Dr. Claudio Naranjo)
  • Fortbildung  " Provokative Therapie " (2011 cond.by Frank Farelly)

  • Seit 2010 Co-therapeutische Leitung für Selbsterfahrungs- Seminare der Yoga-Akademie  am Therapeutischen Institut Berlin

  • Brainspotting (aus EMDR und Somatic Experiencing weiterentwickelte) traumatherapeutische Forbildung, Amsterdam (2012 cond. by Dr.David Grand)
  • 2012 und 2013 Containment für  5Rhythms-Workshop nach Gabrielle Roth in Copenhagen und Berlin als Musiktherapeut und Live-Musiker (Alive Project)
  • Fortbildung 2013 "Liebe und Vergebung cond. by Leonard Shaw", Gestalttraumarbeit und Arbeit mit dem inneren Kind sowie Minikurs im Wundern
  • Gestalt / Körpertherapeutischer Workshop Nov. 2015 in Oslo "Developing Presence - The First Year and the rest of your life" cond. by Dr.Ruella Frank (NYC)
  • Gestalttherapeutische Fortbildung bei  Dr. Ruella Frank Januar 2017 in New York , "Developmental Somatic Psychotherapy"

 

 

Brainspotting und Gestalt als Traumatherapie


Brainspotting ist ein vom New Yorker Psychoanalytiker  Dr.David Grand entwickelter  neuer und effektiver psychotherapeutischer Ansatz, der phänomenologische Gestaltwahrnehmung, Elemente von EMDR und Somatic Experiencing (beides Methoden der Traumatherapie) mit neuesten Erkenntnissen aus der Neurophysiologie verbindet.

Unser visuelles Wahrnehmungsfeld steht durch unsere Blickrichtung der Augen  in enger Verbindung zu unserem inneren Erleben und damit zu unserem neuronalen Netzwerk. Focussieren wir innerlich ein emotional  belastendes Thema und den Streß den es verursacht, lassen sich bestimmte Augenpositionen beobachten, die eine Verbindung zum neuronalen Netzwerk unseres Themas bzw. unseres Erlebens herstellen. Je nachdem in welche Richtung wir blicken, haben wir mehr oder weniger intensiven Kontakt zu unserem inneren Thema. Es ist als ob wir bei innerer Aktivierung eines emotionalen Themas durch unsere Blickrichtungen immer auch in uns hineinblicken. Für gewöhnlich tun wir dies nur für kurze Augenblicke und streifen dadurch nur leicht den Kontakt zu unseren Neuronalen Verbindungen um dann wieder wegzublicken.
In Gestalttherapeutischen Begriffen spricht man von unserer phobischen Schicht. Immer wenn wir etwas emotional unangenehmes erleben, versuchen wir dieses zu vermeiden oder bringen viel Kraft auf um dagegen anzukämpfen. Was uns früher einmal geholfen hat uns vor all zu schmerzlichen Erfahrungen zu schützen steht gleichzeitig heute oft unserer Lebendigkeit im Weg.

Brainspotting liefert uns hier die Notwendige Unterstützung um an unseren emotionalen Themen dran zu bleiben und hindurch zu gelangen. Im Brainspottig focussieren wir unser Thema und alle auftauchenden Emotionen, Erinnerungen, Erkenntnisse und Körperwahrnehmungen bei gleichzeitigem Focus der relevanten Augenpositionen.
Dies kann in einen tiefgreifenden natürlichen Heilungsprozeß führen , indem wir alles was kommt ins Bewußtsein kommen lassen und herausfließen lassen. Der Klient wird Unterstützt neugierig bei seinem Erleben zu bleiben und den Fluß des Erlebens zuzulassen...

Tiefenpsychologisch sprechen wir dort von einem System von verdichteter Erfahrung (System of condensed experience) das sich im Hintergrund (auch in Form von neuronalen Verbindungen) mit dem Erleben im Vordergrund verbindet und nach und nach auftaucht. Unsere emotional belastenden Wahrnehmungsmuster im Hier und Jetzt werden von weiter zurückliegenden Erfahrungen im Hintergrund mitbestimmt und gestaltet. In Gestaltsprache: Unser Hintergrund (Vergangene Erfahrungen) bestimmt unsere Wahrnehmungen und (häufig unbewußten) Bedeutungen im Vordergrund. Der Rahmen des Brainspotting ermöglicht und unterstützt, das sich der Hintergrund der unsere tiefsten Verletzungen verborgen hält, auf erlösende Weise verbinden kann mit unserem Erleben im Vordergrund. Auf diese Weise können belastende,  aus der Vergangenheit gesteuerte emotionale Reaktionen befreit und aufgelöst werden.

Es ist wie in der alten Weisheit, das ich, wenn ich etwas loslassen möchte - es zunächst einmal vollständig berührt haben muß - dies kann mit einem erfahrenen und vertrauensvoll unterstützenden  Therapeuten möglich sein. Die neuronalen Verbindungen die traumatische Erlebnisse binden und halten , befinden sich oft wie abgekapselt in tieferen Schichten als den sprachlich zugänglichen...Brainspotting schafft den sicheren Rahmen für die Aufhebung dieser Abkapselung, die wie von selbst geschieht, wenn wir auf den Prozeß unseres Erlebens vertrauen...es zielt auf die Auflösung und vollständige emotionale Entladung der Themen die bisher in tiefsten neuronalen Schichten gehalten wurden. Aus Sicht der Traumatherapie können so traumatische  Erlebnisse integriert werden. Das heißt das der Organismus sie als Erinnerungen und damit  als Vergangenheit lernt zu erkennen und zu erfahren, anstatt so zu reagieren alsob eine tatsächliche Bedrohung weiterhin stattfände..

Ich sehe Brainspotting als eine sehr frische und effektive Verbindung von jahrtausende alter Weisheit , wie etwa in Vipassana Meditation. (Vipassana= "die Dinge so sehen wie sie sind"), oder dem Taoismus und der  gestalttherapeutischen paradoxen Theorie der Veränderung. Auch aus Sicht der Neurophysiologie scheinen sich diese alten Weisheiten in Brainspotting zu bestätigen. Das Gehirn scheint durch neue Erfahrung Fähig zu andauernder neuroplastischer Veränderung und erschafft sich selbst neu...wenn wir der selbstregulativen Kraft des Organismus vertrauen können.

Oder wie es ein alter Gestaltspruch ausdrückt :

"Don´t Push the River - it flows by itself !"

Zu einem (kostenpflichtigen) Artikel über Brainspotting in der Zeitschrift Psychologie Heute Okt/ 2014 geht es

hier...

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